Kompass · Leistungsfelder

Die fünf Felder, auf denen Kompass beurteilt

Statt freier Adjektive oder versteckter Codes nutzt Kompass fünf klar definierte Beurteilungs-Dimensionen mit kontrollierter Verbalskala. Robuster, fairer, prüfbarer.

Beurteilungs-Dimensionen

Die fünf Leistungsfelder

Fachlicher Beitrag

Was hat die Person inhaltlich beigetragen? Welche Vorhaben hat sie geleitet, welche fachlichen Standards etabliert? Beleg: konkrete Resultate, nicht Adjektive.

Umsetzung & Verlässlichkeit

Wurden Meilensteine fristgerecht und budgettreu erreicht? Wie agierte die Person unter Last und Termindruck? Beleg: Termin- und Budgettreue über mehrere Zeiträume.

Zusammenarbeit & Wirkung

Wie wurde die Person im Team und über Schnittstellen wahrgenommen? Wie wurden Konflikte adressiert? Beleg: konkrete Stakeholder-Interaktionen, beobachtbares Verhalten.

Lernen & Anpassung

Wie hat sich die Person fachlich oder methodisch weiterentwickelt? Welche neuen Themen wurden eigenständig erschlossen? Beleg: konkrete Lerntransfers in die Linienarbeit.

Führung & Entwicklung anderer

Hatte die Person eine Führungsverantwortung? Wie hat sie Mitarbeitende entwickelt? Beleg: Anzahl geführter Personen, dokumentierte Entwicklungsschritte. Bei rein fachlichen Rollen: "Nicht anwendbar".

Vier Stufen, kein freier Text

Die kontrollierte Statusverbalskala

Pro Leistungsfeld wählen Sie genau einen der vier Status-Werte. Keine freie Formulierung, keine Schulnoten, keine Sterne. Diese Disziplin ist der Kern des Kompass-Standards.

Anforderungen erfüllt

Solide, vollständig, ohne Auffälligkeiten. Standardfall für die meisten Mitarbeitenden.

Anforderungen oft übertroffen

Mehrfach über das Erwartete hinaus, jedoch nicht durchgängig. Typisch für Note 4 in der klassischen Skala.

Anforderungen deutlich übertroffen

Konsistent über mehrere Zeiträume hinweg deutlich darüber. Typisch für Note 5 — sollte mit konkreten Belegen unterlegt sein.

Nicht anwendbar

Das Feld ist für die Rolle nicht relevant (z.B. Führung bei einer reinen Fachrolle). Kein Schweigen, sondern aktive Markierung — verhindert Code-Lesarten.

FAQ

Häufige Fragen

Warum genau diese fünf Felder?
Sie decken die HR-Beobachtungs-Dimensionen ab, die in der Schweizer Rechtsprechung als zulässige Beurteilungs-Bereiche gelten: Fach, Liefer-Verlässlichkeit, Soziales, Lernen, Führung. Andere Anbieter operieren mit 8–12 Feldern — wir haben uns auf 5 reduziert, weil mehr Felder zu Verdünnung führen.
Warum eine kontrollierte Verbalskala statt Schulnoten?
Schulnoten (1–6) führen direkt zu Code-Lesarten ("vollste Zufriedenheit" = Note 1). Die Verbalskala beschreibt Beobachtungen statt Bewertungen — robuster gegen Berichtigungsklagen, fairer gegenüber Mitarbeitenden.
Was ist mit dem Status "Nicht anwendbar"?
Wenn ein Feld für die Rolle nicht zutrifft (z.B. Führung bei reiner Fachrolle), wird es explizit als "Nicht anwendbar" markiert — nicht weggelassen. Auslassen wird in der klassischen Code-Tradition als versteckter Hinweis gelesen; explizite Markierung umgeht dieses Risiko.
Kann ich die Felder anpassen?
Im Standard-Kompass nein — die fünf Felder sind die definierende Eigenschaft des Standards. Im Enterprise-Plan können wir branchenspezifische Erweiterungs-Felder ergänzen (z.B. "Sicherheitsbewusstsein" in regulierten Branchen).
Wie konkret muss der Beleg-Satz sein?
Ein Satz, beobachtbar, mit Bezug auf die Rolle. Beispiel statt "war sehr verlässlich" → "Lieferte Quartalsabschluss in drei aufeinanderfolgenden Jahren fristgerecht und budgetkonform". Je konkreter, desto besser für Berichtigungs-Sicherheit.

In der Praxis sehen

Das Beispielzeugnis zeigt alle fünf Felder mit konkreten Status-Werten und Beleg-Sätzen.